Projekt Beschreibung

Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen von Dr. Melanie Joy beschäftigt sich mit den psychologischen Mechanismen einer fleischessenden Gesellschaft. Warum werden manche Tiere ganz selbstverständlich gegessen, während man bei anderen Tieren niemals auf diese Idee käme? Um diese und andere Widersprüche und Motive unseres Essverhaltens geht es in dem vorliegenden Buch.

AUTORIN

Melanie Joy

KATEGORIE

Ethik
Veganismus

ERSCHIENEN

3. Auflage 2013
compassion media

ZUM BUCH*
Warum wir Hunde lieben, Schweine Essen und Kühe anziehen, Karnismus - Eine Einführung, von Dr. Melanie Joy

Bei der Rezension zu diesem Buch möchte ich gerne ein paar persönliche Worte zur Einleitung schreiben. Es war eines der ersten Bücher, die ich zum Thema Veganismus (bzw. zum Thema Karnismus) gelesen habe, als ich zwar bereits Vegetarier war, mich aber mit der Abgrenzung zum Veganismus noch nicht allzu sehr beschäftigt habe. Zu dieser Zeit war Veganismus für mich einfach eine extreme Form des Vegetarismus, zu der mir der Zugang fehlte. Kein Fleisch zu essen, war mittlerweile kein Thema mehr, aber andere Produkte tierischen Ursprungs zu konsumieren, wie Milchprodukte oder Eier, war für mich völlig normal. Normal ist eines dieser Worte, die in diesem Buch neben Natürlich und Notwendig eine wichtige Bedeutung haben und kritisch hinterfragt werden. Dieses Buch war für mich vermutlich der wichtigste Anlass, den nächsten Schritt zu tun, was ich zu diesem Zeitpunkt für unvermeidbar hielt. Und es freut mich sehr, dass ich die Gelegenheit hatte, der Autorin Melanie Joy dies auch persönlich mitzuteilen.

Autorin

Dr. Melanie Joy ist eine amerikanische Sozialpsychologin und vegane Aktivistin. Die Harvard-Absolventin war Professorin für Psychologie und Soziologie an der Universität von Massachusetts und hat den Begriff des Karnismus geprägt. Um mehr über die Autorin und Karnismus zu erfahren, kann der Besuch der Seite carnism.org empfohlen werden, insbesondere auch das Video The Secret Reason We Eat Meat (deutsche Untertitel sind verfügbar), das auf dieser Seite zu finden ist.

Inhalt

Es sind meist vegetarisch oder vegan lebende Menschen, die oftmals mit dem Vorwurf konfrontiert werden, Ideologien, Dogmen und Glaubenssystemen zu folgen. Diese Glaubenssysteme haben auch Namen, Vegetarismus und Veganismus. Das Verhalten, Tiere zu töten, um sie oder ihre Körperprodukte zu essen, wird hingegen als normal erachtet und hat somit auch keinen Namen. Es fällt allerdings auf, dass es sich in jeder Ecke dieser Welt immer nur um ein paar wenige Tierarten handelt, die zu diesem Zweck von der Gesellschaft herangezogen werden. Für die überwiegende Mehrheit der Spezies erscheint es hingegen angebracht, diese zu schützen und Mitgefühl für sie zu empfinden. Die Vorstellung diese Tiere oder ihre Körperprodukte zu essen, lässt uns eher Ekel empfinden (z.B. Hundefleisch oder Giraffenmilch). Warum fehlt dieser Ekel und das Mitgefühl bei den Tieren, die wir essen? Melanie Joy beleuchtet in ihrem Buch das widersprüchliche Verhalten einer fleischessenden Gesellschaft, Tiere einerseits zu lieben, sich um sie zu sorgen und sie als Familienmitglieder zu betrachten und andererseits diese zu töten und zu essen (oder anzuziehen). Sie gibt diesem Verhalten einen Namen – Karnismus.

Dem Karnismus liegt laut Melanie Joy ein ebenso starkes Glaubenssystem zugrunde wie auch anderen Ideologien. Dabei handelt es sich beim Karnismus um eine sehr spezielle Ideologie. Sie ist eine sehr gewalttätige Ideologie, aber dennoch ist sie die dominierende in unserer Gesellschaft. Um der Frage nachzugehen, warum dies so ist, greift Melanie Joy die sozialen und psychologischen Mechanismen auf, die diesem unsichtbaren Glaubenssystem zugrunde liegen und erläutert in weiterer Folge auch,  wie wir uns dieser bewusst werden können.

Fazit

Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen ist kein Buch, in welchem mit erhobenem Zeigefinger auf die Umstände von Tierhaltung und Fleischkonsum hingewiesen wird. Vielmehr ist es eine wissenschaftlich fundierte Abhandlung darüber, warum wir dies tun. Es ist hochinteressant, den Ausführungen der Autorin zu folgen, allerdings kann es auch sehr unangenehm sein, sich dem karnistischen Glaubenssystem bewusst zu werden. Wer sich für das Thema interessiert und bereit ist, die eigenen Verhaltensweisen von einem anderen Blickwinkel zu betrachten, der sollte dieses Buch unbedingt lesen. Die Lektüre des Buchs kann durchaus zu einer Änderung des eigenen Verhaltens führen.


Transparenz: Dieser Blogartikel enthält unsere persönliche Empfehlung in Form von Affiliate-Links. Diese sind mit einem (*) gekennzeichnet. Wenn du etwas über diese Links kaufst oder buchst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich dadurch am Preis nichts. Diese Provisionen helfen uns, die Kosten für das Betreiben dieser Website zu decken. Dafür sind wir dir sehr dankbar!

Weitere interessante Literatur zum Thema Veganismus

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Bei der Rezension zu diesem Buch möchte ich gerne ein paar persönliche Worte zur Einleitung schreiben. Es war eines der ersten Bücher, die ich zum Thema Veganismus (bzw. zum Thema Karnismus) gelesen habe, als ich zwar bereits Vegetarier war, mich aber mit der Abgrenzung zum Veganismus noch nicht allzu sehr beschäftigt habe. Zu dieser Zeit war Veganismus für mich einfach eine extreme Form des Vegetarismus, zu der mir der Zugang fehlte. Kein Fleisch zu essen, war mittlerweile kein Thema mehr, aber andere Produkte tierischen Ursprungs zu konsumieren, wie Milchprodukte oder Eier, war für mich völlig normal. Normal ist eines dieser Worte, die in diesem Buch neben Natürlich und Notwendig eine wichtige Bedeutung haben und kritisch hinterfragt werden. Dieses Buch war für mich vermutlich der wichtigste Anlass, den nächsten Schritt zu tun, was ich zu diesem Zeitpunkt für unvermeidbar hielt. Und es freut mich sehr, dass ich die Gelegenheit hatte, der Autorin Melanie Joy dies auch persönlich mitzuteilen.

Autorin

Dr. Melanie Joy ist eine amerikanische Sozialpsychologin und vegane Aktivistin. Die Harvard-Absolventin war Professorin für Psychologie und Soziologie an der Universität von Massachusetts und hat den Begriff des Karnismus geprägt. Um mehr über die Autorin und Karnismus zu erfahren, kann der Besuch der Seite carnism.org empfohlen werden, insbesondere auch das Video The Secret Reason We Eat Meat (deutsche Untertitel sind verfügbar), das auf dieser Seite zu finden ist.

Inhalt

Es sind meist vegetarisch oder vegan lebende Menschen, die oftmals mit dem Vorwurf konfrontiert werden, Ideologien, Dogmen und Glaubenssystemen zu folgen. Diese Glaubenssysteme haben auch Namen, Vegetarismus und Veganismus. Das Verhalten, Tiere zu töten, um sie oder ihre Körperprodukte zu essen, wird hingegen als normal erachtet und hat somit auch keinen Namen. Es fällt allerdings auf, dass es sich in jeder Ecke dieser Welt immer nur um ein paar wenige Tierarten handelt, die zu diesem Zweck von der Gesellschaft herangezogen werden. Für die überwiegende Mehrheit der Spezies erscheint es hingegen angebracht, diese zu schützen und Mitgefühl für sie zu empfinden. Die Vorstellung diese Tiere oder ihre Körperprodukte zu essen, lässt uns eher Ekel empfinden (z.B. Hundefleisch oder Giraffenmilch). Warum fehlt dieser Ekel und das Mitgefühl bei den Tieren, die wir essen? Melanie Joy beleuchtet in ihrem Buch das widersprüchliche Verhalten einer fleischessenden Gesellschaft, Tiere einerseits zu lieben, sich um sie zu sorgen und sie als Familienmitglieder zu betrachten und andererseits diese zu töten und zu essen (oder anzuziehen). Sie gibt diesem Verhalten einen Namen – Karnismus.

Dem Karnismus liegt laut Melanie Joy ein ebenso starkes Glaubenssystem zugrunde wie auch anderen Ideologien. Dabei handelt es sich beim Karnismus um eine sehr spezielle Ideologie. Sie ist eine sehr gewalttätige Ideologie, aber dennoch ist sie die dominierende in unserer Gesellschaft. Um der Frage nachzugehen, warum dies so ist, greift Melanie Joy die sozialen und psychologischen Mechanismen auf, die diesem unsichtbaren Glaubenssystem zugrunde liegen und erläutert in weiterer Folge auch,  wie wir uns dieser bewusst werden können.

Fazit

Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen ist kein Buch, in welchem mit erhobenem Zeigefinger auf die Umstände von Tierhaltung und Fleischkonsum hingewiesen wird. Vielmehr ist es eine wissenschaftlich fundierte Abhandlung darüber, warum wir dies tun. Es ist hochinteressant, den Ausführungen der Autorin zu folgen, allerdings kann es auch sehr unangenehm sein, sich dem karnistischen Glaubenssystem bewusst zu werden. Wer sich für das Thema interessiert und bereit ist, die eigenen Verhaltensweisen von einem anderen Blickwinkel zu betrachten, der sollte dieses Buch unbedingt lesen. Die Lektüre des Buchs kann durchaus zu einer Änderung des eigenen Verhaltens führen.


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